Küssnacht, Unterdorf

Die Gemeinde Küssnacht am Rigi baute die Unterdorfstrasse nach dem  Prinzip der Koexistenz aller Verkehrsteilnehmenden um. Zusammen mit einer starken Verkehrsberuhigung konnte so den vielen Einkaufsgeschäften und Restaurants entlang der Strasse eine hohe Bedeutung beigemessen werden. Für Läden und Restaurants entstanden grosszügige Vorbereiche für den Aussenverkauf sowie Gartenterrassen. Zwischen den Fassaden wurde eine homogene Strassenfläche realisiert.

Entlang der Unterdorfstrasse sind keine Parkplätze markiert, sodass keine Autos abgestellt werden können. Die bereits vor der Umgestaltung bestehenden Kurzzeitparkplätze auf dem Pfarrhausplatz blieben bestehen.

Die räumliche Wirkung konnte mit der Sanierung grundsätzlich geändert werden. Der Strassenraum wird von Fassade zu Fassade wahrgenommen und die frühere Optik mit Trottoir und Fahrbahn wurde aufgehoben. Die raumdefinierenden Elemente sind die Gebäude, Akzente setzen die Quergassen und vor allem die Möblierung. Neu ist der Strassenraum als eine Abfolge von strukturierten Plätzen gebildet, welche Nutzungsmöglichkeiten für die Geschäfte und die Restaurants bilden. Aus der ehemals von der Fahrbahn dominierten Unterdorfstrasse ist eine Flanier- und Begegnungszone entstanden. Das Konzept der Umgestaltung beruhte primär auf den Bedürfnissen der FussgängerInnen, welche neu Vortritt vor dem motorisierten Verkehr geniessen.

Die Zone ist seit September 2006 in Kraft und hat sich bisher sehr bewährt. Die neuen Gartenrestaurants haben das alte Zentrum merklich belebt.

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