Kantonsstrasse

Begegnungszonen, die ganz oder teilweise auf Kantonsstrasse sind.

Bremgarten bei Bern, Kalchackerstrasse

Mit der Erneuerung der Kalchackerstrasse wurde die Strasse einerseits saniert und gleichzeitig das Zentrum aufgewertet, indem neu eine Begegnungszone eingerichtet wurde. Die Kalchackerstrasse übernimmt eine wichtige Zentrumsfunktion in der Gemeinde. Auf engem Raum überlagern sich hier vielfältige Nutzungsansprüche wie Schulwege, Einkaufen und Buserschliessung. Mit ihrer grossen Fahrbahnfläche war sie ausschliesslich auf den motorisierten Verkehr ausgerichtet. Neben diesem Defizit lag ebenfalls ein Sanierungsbedarf vor. Deshalb wurde vom Kanton Bern in enger Zusammenarbeit mit der Gemeinde Bremgarten ein Lösungsansatz gesucht, der den unterschiedlichen Bedürfnissen Rechnung trägt und den Zentrumscharakter des Ortes unterstreicht. Durch die geschaffene Begegnungszone ist ein friedliches und sicheres Nebeneinander der verschiedenen Verkehrsteilnehmer und Nutzungen möglich. Weniger Lärm und Abgase steigern die Lebensqualität. Die Wohn- und Geschäftsnutzung des Strassenraumes ist nun gegenüber der Verkehrsfunktion stärker gewichtet und erhöht die wirtschaftliche Attraktivität des Ortes. Nicht zuletzt unterstützt die Begegnungszone auch gestalterisch die Entwicklung des Dorfzentrums und trägt zur allgemeinen Aufwertung der Gemeinde bei. Das Projekt erhielt im Rahmen des Flâneur d’Or 2008 eine Auszeichnung.



Büren, Stedtli

Die Gemeindestrassen im Stedtli von Büren an der Aare waren schon länger eine Begegnungszone. 2017 konnte fünf Jahre nach dem Bau der Entlastungsstrasse auch die Kantonsstrasse Untere Hauptgasse in die Begegnungszone integriert werden. Damit gilt nun im ganzen Stedtli in Büren einheitlich Begegnungszone. Mehr Informationen aus der Solothurner Zeitung.



Grenchen, Zentrum (Bettlach-, Centralstrasse und Kirchgasse)

Die Begnungszone Zentrum in Grenchen ist ein gutes Beispiel dafür, wie eine Entlastung als Chance für eine Umgestaltung genutzt wurde. Die Begegnungszone Zentrum hat einen Aufwertungsprozess im Ortskern von Grenchen in Gang gesetzt und zeigt auf, wie eine Begegnungszone bei 4’800 Fahrten pro Tag funktionieren kann.



Rotkreuz, Kreuzplatz

Die sich im Eigentum des Kantons Zug befindenden Buonaser- und Luzernerstrasse mussten saniert werden. Die Gemeinde Risch Rotkreuz sah dies als Anlass den Dorfkern aufzuwerten. TEAMverkehr.zug erarbeitete dafür zusammen mit dem Lanschaftsarchitekten Benedikt Stähli ein Betriebs- und Gestaltungskonzept. Die Buonaser- und die Luzernerstrasse sind Nebenstrassen mit Verbindungsfunktion und waren verkehrsorientiert gestaltet. Aufgrund der Anordnung von publikumsintensiven Nutzungen wie Gastronomie-, Dienstleistungsnutzungen und Einkaufsmöglichkeiten entlang der Strasse besteht im Bereich des Kreuzplatzes ein hohes Fussgängeraufkommen und ein flächiges Querungsbedürfnis. Dieses konnte vom verkehrsorientierten Kreuzplatz mit Fussgängerstreifen nicht befriedigt werden. Der Platz wurde wildgequert, was zu Konflikten zwischen dem motorisierten Indi- vidualverkehr und Fussgängern führte. Um die Sicherheit der Fussgänger zu gewährleisten wurde eine Senkung der Höchstgeschwindigkeit im Sinne von Art. 108 SSV als notwendig, zweck- und verhältnismässig erachtet. Der Kreuzplatz wurde mit einem besonderen Belag optisch erkennbar gemacht und mit baulichen Massnahmen die Grundlage für eine Nutzung des Kreuzplatzes als Begegnungszone geschaffen. Ein Trinkbrunnen, Sitzgelegenheiten und grosse Bäume prägen den neuen Platz. Ein optimiertes Beleuchtungskonzept rundet die Platzgestaltung ab. Der Kreuzplatz ist mit seinem neuen Erscheinungsbild und der damit verbundenen Verbesserung der Aufenthaltsqualität nicht nur attraktiver, sondern auch sicherer und fussgängerfreundlicher. Die Gemeinde übergab am 13. September 2014 das aufgewertete Dorfzentrum feierlich der



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