Burgdorf, Bahnhofquartier

Die erste Begegnungszone der Schweiz besteht seit 1996 – anfänglich versuchsweise unter dem Namen „Flanierzone“. Damals wurde ein Problem angegangen, das in Ortszentren von vielen Kleinstädten anzutreffen ist: Sie sind einerseits meist auf motorisierte Kundschaft angewiesen, andererseits ist gerade in Kleinstädten der starke Kundenverkehr das Grundübel für eine unattraktive Einkaufszone. Mit der Begegnunszone wurde ein Mittelweg gewählt, mit dem bewusst eine neue Verkehrskultur angestrebt wurde: der Langsamverkehr.

Beschreibung vorher nachher

Die Strassen im Bahnhofquartier galten schon vor der Einführung der neuen Regelung als relativ angenehm.
Nach der Einführung:
– Rückgang des Geschwindigkeitsniveaus um rund 20 km/h
– Abnahme des motorisierten Verkehrs um 16%
Die anfängliche Skepsis seitens der Bevölkerung und des Gewerbes wandelte sich im Laufe der Pilotphase in breite Akzeptanz (Meinungsumfrage bei Geschäftsinhaber: 1997 bis zu 25% Befürwortung; 2001 bis zu 55% Befürwortung).

Quellen, Literatur, Publikationen

Weitere Informationen über die Begegnungszone und deren Entstehung finden sich auf der Website der Stadt Burgdorf

Literatur:

  • Daniel Grob, Fussverkehr Schweiz (2000): Evaluation einer neuen Form für gemeinsame Verkehrsbereiche von Fuss- und Fahrverkehr im Innerortsbereich – Expertenbericht
  • Fussgänger- und Velomodellstadt Burgdorf (2002): Natürlich unterwegs. Schlussberich 1996 -2001


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