Schule

Diese Liste umfasst alle uns bekannten Begegnungszonen vor Schulen. Mustergültige, gut dokumentierte Beispiele finden Sie in der Rubrik Best Practice. Falls Sie eine Begegnungszone kennen, die hier fehlt, laden wir Sie ein, sie hier zu erfassen.

Baden, Schmiedeplatz

Ausgangslage und Funktion In der nördlichen Ecke des ehemaligen Industrieareals Baden Nord ist in den letzten Jahren das neue Berufsbildungszentrum Schmiede (BBZ) entstanden. Dieses konzentriert verschiedene Institutionen der beruflichen Aus- und Weiterbildung. Das Schulareal ist nicht in sich abgeschlossen, die Schulgebäude sind vielmehr eingeflochten in die bestehende industrielle Struktur von Baden Nord. Schulnutzungen vermischen sich so mit industriellen Nutzungen. Die neu geschaffene Begegnungszone mit Tempo 20 und Fussgängervortritt am Schmiedeplatz ist eine innovative Umsetzung der kombinierten Verkehrsfläche, welche die Bedürfnisse der Schüler und der Erschliessung des Industriegeländes vereint. Dafür erhielt das Projekt im Rahmen des Flâneur d’Or 2008 eine Erwähnung. Schmiedeplatz Der Schmiedeplatz funktioniert in diesem Ensemble von Schul- und Industriebauten als Anknüpfungspunkt und ist gleichzeitig Teil einer grösseren Freiraumstruktur. Im Entwicklungsrichtplan Baden Nord ist vorgesehen, eine begrünte Freifläche zwischen dem Schmiedeplatz und dem Hochspannungslabor zu erstellen. Die Alte Schmiede könnte so in einem baumbestandenen Raumkontinuum zu stehen kommen, das sich von der Bruggerstrasse bis zum Fusse des Martinsbergs – den Schulstandort integrierend – aufspannt. An dieser Vision knüpft die Gestaltung des Schmiedeplatzes an. Es ist der Versuch, eine landschaftsarchitektonische Lösung zu finden für einen Ort in Baden, der eigentlich kein Platz ist, sondern sich entlang dem ehemaligen Nordweg bis



Basel, Dorfstrasse / Schulgasse / Pfarrgasse


Basel, Kohlenberggasse

In der Begegnungszone Kohlenberggasse finden sich eine Berufsfachschule und ein Blindenheim.



Basel, Laufenstrasse


Bern, Turnweg

Die Begegnungszone verbindet das Schulhausumfeld mit dem öffentlichen Spielplatz. Ein Netz aus farbigen Streifen analog der Bewegungen der Schülerinnen und Schüler sowie Sitzelemente (sog. îlot, franz.: Inselchen) besetzen den Platz auch ausserhalb des Schulbetriebs. Mit der Umsetzung erhofft sich die Stadtverwaltung das Ende des über 10-jährigen Streits um Sperrung oder nicht Sperrung dieses Strassenstücks für den MIV.



Bremgarten bei Bern, Kalchackerstrasse

Mit der Erneuerung der Kalchackerstrasse wurde die Strasse einerseits saniert und gleichzeitig das Zentrum aufgewertet, indem neu eine Begegnungszone eingerichtet wurde. Die Kalchackerstrasse übernimmt eine wichtige Zentrumsfunktion in der Gemeinde. Auf engem Raum überlagern sich hier vielfältige Nutzungsansprüche wie Schulwege, Einkaufen und Buserschliessung. Mit ihrer grossen Fahrbahnfläche war sie ausschliesslich auf den motorisierten Verkehr ausgerichtet. Neben diesem Defizit lag ebenfalls ein Sanierungsbedarf vor. Deshalb wurde vom Kanton Bern in enger Zusammenarbeit mit der Gemeinde Bremgarten ein Lösungsansatz gesucht, der den unterschiedlichen Bedürfnissen Rechnung trägt und den Zentrumscharakter des Ortes unterstreicht. Durch die geschaffene Begegnungszone ist ein friedliches und sicheres Nebeneinander der verschiedenen Verkehrsteilnehmer und Nutzungen möglich. Weniger Lärm und Abgase steigern die Lebensqualität. Die Wohn- und Geschäftsnutzung des Strassenraumes ist nun gegenüber der Verkehrsfunktion stärker gewichtet und erhöht die wirtschaftliche Attraktivität des Ortes. Nicht zuletzt unterstützt die Begegnungszone auch gestalterisch die Entwicklung des Dorfzentrums und trägt zur allgemeinen Aufwertung der Gemeinde bei. Das Projekt erhielt im Rahmen des Flâneur d’Or 2008 eine Auszeichnung.



Burgdorf, Grunerstrasse


Burgdorf, Gsteighof

Begegnungszone im Umfeld des Schulhauses Gsteighof



Burgdorf, SAZ

Begegnungszone im Umfeld des Schulungs- und Arbeitszentrum für Behinderte Burgdorf (SAZ)



Confignon, Chemin Pontverre


Eschlikon, Schulhaus

Die erste Begegnungszone im Kanton Thurgau wurde in Eschlikon, beim Schulhaus an der Blumenaustrasse erstellt. Verkehrsberuhigte Strassen haben in Eschlikon einen hohen Stellenwert. Schon heute lebt ein Fünftel der Einwohner Eschlikons in verkehrsberuhigten Quartieren und neue Erschliessungsstrassen werden generell verkehrsberuhigt erstellt.



Freienwil, Schulstrasse

Angrenzend an den idyllischen Dorfplatz von Freienwil – mit Kapelle, Schule, Gemeindehaus und Mehrzweckhalle – verläuft die Begegnungszone Schulstrasse. Ein gelungenes Beispiel einer Begegnungszone in einer kleinen und ländlich geprägten Gemeinde.



Fribourg, Rue Joseph-Piller

Diese Begegnungszone liegt im Herzen eines Wohnquartieres, das an zahlreiche Schulen (Fachschule, College St-Michel, Bezirksschule Belluard, Universität Miséricorde, etc.), an die Kantons- und Universitätsbibliothek, die Begegnungszone Square des Places und an die Flanierstrassen rue de Romont und rue de Lausanne grenzt. Die Fahrbahn wurde teils verschmälert und mit querliegenden Linien markiert, teils mit braunem Belag bedeckt, um die Autofahrer einzuladen, langsamer zu fahren. Zusätzlich wurden Veloabstellanlagen und Sitzbänke errichtet. Diese Begegnungszone ist als Begleitmassnahme des Projektes Poyabrücke entstanden.



Genève, Dumas

Ce tronçon de rue se trouve devant un centre scolaire primaire dans un quartier purement résidentiel. L’instauration de la zone de rencontre a permis l’élargissement de larges zones en bitume scintiflex (avec morceaux de miroirs intégrés) protégées par des potelets pour les enfants, leurs parents et simplement les habitants du quartier. La part de chaussée est fortement réduite mais le nombre de places de parc est resté maximal.  



Genève, Môle-Berne-Royaume

Une école se trouve dans ce secteur et est même coupée en deux par la fin de la rue de Berne. La volonté d’améliorer les itinéraires scolaires, en parallèle à la mise en zone 30 de tout le quartier, a amené à l’aménagement de cette zone de rencontre. Il n’y a plus de trottoirs, le revêtement est composé de bitume scintiflex (avec morceaux de miroir intégrés), des arbres ont été plantés et des plots de béton recouverts de bois ont été installés. Ces derniers servent d’éléments modérateurs de trafic et permettent aux gens de s’y assoir. Ont été rajoutés des potelets anti-stationnement sauvage et des totems marquant l’emplacement des patrouilleurs scolaires pour mieux sécuriser les itinéraires scolaires.



Genève, Necker-Argand

Ces deux rues se trouvent en retrait de deux axes importants dans le secteur de la gare Cornavin et permettent d’accéder à deux écoles, des bâtiments d’habitations et de nombreuses places de parc. Cette zone de rencontre est aménagée avec une chaussée, surrélevée sur deux seuils à hauteur des écoles, et des „trottoirs genevois“ (béton quadrillé), élargis à ces deux endroits. Des potelets ont été installés sur ces surélèvements qui forment deux placettes ainsi que des bacs d’orangerie sur l’un d’entre eux.



Genève, Ouches-Camille-Martin

Diese Begegungszone wurde als Begleitmassnahme zur Eröffnung eines neuen Schulkomplexes geplant. Die Begegnungszone dient dem sicheren Queren der Schülerinnen und Schülern und soll den Durchgangsverkehr reduzieren. Im Planungsprozess wurden die Eltern der SchülerInnen aktiv eingebunden. Die Einführung der Begegnungszone wurde mit Kommunikationsmassnahmen begleitet. 



Genève, Peupliers

Ce tronçon de rue se trouve devant une école primaire dans un quartier résidentiel. L’instauration de la zone de rencontre (rue résidentielle à l’époque) a permis la mise de la rue à un seul niveau, en bitume habituel. Quelques bancs et bacs d’orangerie y sont installés. Cette rue très calme – le trafic y est quasi inexistant – joue le rôle de cour pour les maisons attenantes. La zone de rencontre a éte réalisé au 2001.



Genève, Rue des Sources

Ce tronçon de rue se situe entre des immeubles d’habitation au rez-de-chaussée desquels se trouve une crèche. Cette zone de rencontre a été aménagée plus traditionnellement sur le style de la rue résidentielle. Un des trottoirs est très élargi, jusqu’à former une placette avec fontaine et bancs au milieu de la rue, et un seuil surrélevé reliant les deux crèches a été aménagé à ce même endroit. Le tronçon en zone de rencontre était auparavant en double sens. Sa mise en sens unique a permis d’élargir les trottoirs au maximum et de conserver un gabarit minimum de voirie (3m50).



Genève, Vieille ville

Comme dans la majorité des villes européennes, les rues de la vieille ville de Genève (environ 185’000 habitants) se prêtent bien à la modération du trafic. Depuis 2004 environ un tiers des rues de la vielle ville sont en zone de rencontre. Les deux autres tiers en zone piétonne. Le choix des zones de rencontre sur ces rues de desserte qui comprennent à la fois de nombreux commerces, mais aussi des écoles et du logement et où passe des bus, a été fait de manière à assurer l’accès et le stationnement aux résidents dans ce périmètre. Ces rues sont toutefois interdites à la circulation de 20h à 07h. Le stationnement est régit par des zones bleues et des parcomètres (90 minutes avec macarons pour riverains). La recherche de stationnement en vieille ville étant restée relativement importante, un certain trafic perdure, même de nuit alors que la circulation y est interdite. Étapes 1999 étude 2004 mise en zone de rencontre Bureaux Deville & Anzevui architectes CITEC ingénieurs transports Contact Ville de Genève Service de l’aménagement urbain et de la mobilité Rue du Stand 25 1204 Genève Site internet Les ruelles de la vielle ville à Genève se prêtent bien au partage de



Giubiasco, Borghetto

In Giubiasco wurde die totale Neugestaltung des öffentlichen Raumes aus Anlass der Erneuerung sämtlicher Werkleitungen umgesetzt. Das Projekt wurde im Einvernehmen mit Gewerbetreibenden, die einen Brunnen stifteten, erarbeitet. Die Ausführung erfolgte im Rahmen eines mehrjährigen Programmes zur Neugestaltung der Piazza Grande. Vorher/Nachher Bilder    



Hägendorf, Kirchweg West


Hallau, Schulhaus


Halten, Schulhaus

Die Gemeindeversammlung stimmte Mitte Dezember 2005 einer Begegnungszone und dem damit verbundenen Kredit von CHF 15’000.- zu. Die Begegnungszone wurde im Bereich des Schulhauses und der Mehrzweckhalle geschaffen. Weshalb sich unter den Befürwortern vor allem Eltern mit schulpflichtigen Kindern befinden, die für eine erhöhte Sicherheit ihrer Kinder auf dem Schulweg einstehen.



Horw, Bodenmattstrasse

Die Bodenmattstrasse, welche als Begegnungszone signalisiert wurde, erschliesst neben einigen Wohngebäuden das Schulhaus Spitz. Mit einer Strassenbreite von 4m schafft die schwach befahrene Erschliessungsstrasse eine Mischverkehrsfläche für alle Verkehrsteilnehmer. Die Strasse ist eine Sackgasse mit durchgehendem Fuss- und Veloweg.



Langnau am Albis, Dorfzentrum

Auf der freien Fläche zwischen Gemeindehaus, Schulhaus und Einkaufszentrum begegnen sich Schüler, Fussgänger, Kunden des Einkaufszentrums und die Verkehrsteilnehmer auf der Höflistrasse. Dies führte zu Konfliktsituation, welche nicht mit einem Fussgängerstreifen hätten gelöst werden können. Die Verkehrssicherheit für alle Verkehrsteilnehmer hatte deshalb bei der Wiederaufnahme der Planung und der Beurteilung der Situation erste Priorität. Die Planung zeigte, dass die Verkehrssicherheit am Dorfplatz durch eine Begegnungszone am Besten gewährleistet werden kann. Dies bedeutete, dass der freie Raum und die Strasse als Gesamtes gestaltet werden muss. Der Sicherheitsaspekt führte dazu, dass die Begegnungszone ab der Neuen Dorfstrasse bis und mit Widmerstrasse erweitert wurde, um so alle Schülerströme in diesem Bereich miteinzubeziehen. An der Gemeindeversammlung vom 11. Juni 2009 wurde dem Antrag, dem neuen Projekt für den Ausbau des Raumes zwischen der Dorfzentrumsüberbauung und dem Gemeindehaus, verbunden mit der Schaffung einer gestalteten Begegnungszone auf der Höflistrasse (Abschnitt Neue Dorfstrasse bis und mit Widmerstrasse) zugestimmt. Die anschliessende Umsetzung erfolgte im Jahr 2010.



Monthey, Avenue de la gare

La zone de rencontre de Monthey a été inaugurée en 2015 et se situe au centre ville, devant un important centre commercial et une école. Une ligne de bus y circule. Cet aménagement fait partie du projet de Petite Ceinture de Monthey qui vise à réguler le trafic et désengorger le centre. Grâce à ces mesures, le centre-ville jouit d’espaces publics de qualité amenant de la convivialité. L’aménagement, plutôt coûteux, présente différents problèmes en termes d’accessibilité pour les personnes à mobilité réduite. Vidéo tournée à Monthey, sur la différence entre zone 30 et zone de rencontre Galerie



Neuchâtel, Louis-Favre

Im Jahr 2004 hat die Stadt Neuchâtel eine Strategie zur Reduzierung und Beruhigung des Verkehrs in den Quartieren eingeführt. Diese Massnahmen wurden im Jahre 2007 im Quartier Louis-Favre umgesetzt.



Neuchâtel, Plaine du Mail

Im Jahr 2004 hat die Stadt Neuchâtel eine Strategie zur Reduzierung und Beruhigung des Verkehrs in den Quartieren eingeführt. Diese Massnahmen wurden im Quartier Mail, im Rahmen des Baus der neuen Schule „Maladière“, umgesetzt.



Neuchâtel, Stade de la Maladière

Im Jahr 2004 hat die Stadt Neuchâtel eine Strategie zur Reduzierung und Beruhigung des Verkehrs in den Quartieren eingeführt. Diese Massnahmen wurden im Quartier Stade de la Maladière, im Rahmen des Baus des neuen Fussballstadions, umgesetzt.



Onex, Quartier de Belle-Cour


Onex, Vieux-Village

Die Stadt Onex plante während zwei Jahren die Einrichtung einer Begegnungszone im alten Ortsteil. Dabei erfolgte die Projektausarbeitung im Austausch zwischen den kommunalen und kantonalen Behörden sowie der lokalen Bevölkerung.



Ossingen, Guntibachstrasse

Im Zusammenhang mit dem Neubau des Primarschulhauses Pünt ist die Guntibachstrasse seit September 2006 als Begegnungszone gestaltet und die Strasse In der Pünt als Zone Tempo 30 markiert. Zeitungsartikel aus Der Landbote vom 26.05.06: Kindergartenkinder, Schüler, Betagte und Anwohner sollen sich auf der Guntibachstrasse in Ossingen in Zukunft sicherer bewegen können: Für alle Fahrzeuge wird Tempo 20 gelten. Auf der nördlichen Seite der in Ost-West-Richtung verlaufenden Guntibachstrasse steht das Schulhaus der Oberstufe Ossingen-Truttikon. Auf der südlichen Seite befinden sich das Gebäude mit den Alterswohnungen, der Kindergarten und das neue Primarschulhaus, welches nach den Sommerferien – rechtzeitig auf den Beginn des neuen Schuljahres 2006/07 – in Betrieb genommen wurde. Beiden Schulhäusern ist eine Turnhalle angegliedert. Um die „Voraussetzungen zu einer „friedlichen Koexistenz“ zu schaffen und ein „verträgliches Miteinander der verschiedenen Verkehrsteilnehmer“ zu ermöglichen, liessen der Gemeinderat und die beiden Schulpflegen durch das Winterthurer Landschaftsarchitekturbüro Walter&Künzi ein Projekt zur Verkehrsberuhigung ausarbeiten, wobei auch die Fachleute der Kantonspolizei Zürich konsultiert wurden. Das Projekt liegt gegenwärtig noch bis am 19. Juni in der Ossinger Gemeindeverwaltung. Die zu treffenden baulichen und gestalterischen Massnahmen umfassen Rampen, Betonelemente und Bäume. Die Rampen an den beiden Enden der Begegnungszone sind 10 cm hoch und mit reflektierenden Flächen versehen – und die neu



Schaffhausen, Emmersberg

Rund um die Schulanlagen Emmersberg ist eine Begegnungszone eingerichtet. Die Anordnung der Signalisation könnte noch optimiert werden.



Sion, Rue du Chanoine-Berchtold

Stadtmöblierung Die Stadt Sion hat sein eigenes Stadtmöbel entwickelt, die Sitzbank „Sion“, welches in verschiedenen Formen mit oder ohne Armlehe / Rückenlehne gibt. Die Sitzbänke sind im rechten Winkel zueinander platziert um so die Kommunikation zu vereinfachen und zu fördern. Ebenfalls sind die Sitzbänke gespiegelt ausgerichtet, mit Aussicht jeweils zur Strasse oder zu den Gebäuden. Grössere Holzelemente vor dem Schulgebäude können für verschiedene Nutzungen (liegen, sitzen, ausruhen, und das alleine oder in der Gruppe). Der „Pflanzentunnel“ ist ein Landschaftselement, welches an die ehemalige Stadtmauer erinnert und nur an den beiden Enden betreten werden kann.



Sursee, Stadthof

Mit zwei Begegnungszonen im Zentrum bleibt die Zufahrt für den motorisierten Verkehr zu den Geschäften und Liegenschaften im Zentrum weiterhin möglich. Dieses wichtige Anliegen – insbesondere der Gewerbetreibenden und Ladenbesitzer – kann damit berücksichtigt werden, obschon gleichzeitig auch der ehemalige Strassenraum zum Siedlungsraum aufgewertet und gezielt für den nicht motorisierten Langsamverkehr (unter anderem FussgängerInnen) geöffnet wurde. Als taugliche Form dafür hat sich die Begegnungszone herausgestellt, mit der seit der Einführung im April 2004 weitgehend gute Erfahrungen gemacht wurden. Der Verkehr wurde nicht verbannt, sondern es wurde eine Verbesserung des Neben- und Miteinanders der verschiedenen Verkehrsteilnehmer erreicht. Die heutige Begegnungszone wurde als Zone Tempo 30 geplant und ohne bauliche Änderungen in eine Begegnungszone überführt. Als Folge davon sind die Vortrittsverhältnisse teilweise unklar, da zur besseren Gewährleistung der Strassenentwässerung teilweise Randabschlüsse versetzt wurden. Das Fehlen von Fussgängerstreifen bereitet insbesondere Kindern im Vorschulalter Mühe, die Strasse zu queren. Durch die beidseitig angeordnete Längsparkierung tritt die Strasse zu stark in den Vordergrund. Die Begegnungszone wird dadurch schlecht wahrgenommen.



Thayngen, Reckenstrasse

Die Begegnungszone in Thayngen bei der Schule Hammen ist durch ihre ansprechende und kinderfreundliche Gestaltung eine der bestgelungenen der Schweiz. Nach dem Umbau der Schulhäuser an der Reckenstrasse in Thayngen (5’000 EW), sollten diese nach Fertigstellung eine Einheit darstellen, die zuvor nicht vorhanden war. Mit Hilfe einer Begegnungszone, die den Kindern Vortritt schafft, sollte das realisiert werden. Die Begegnungszone ist 2002 in Kraft getreten und es waren Aufwendungen in der Höhe von CHF 150’000.- für den Umbau zu tätigen.



Untersiggenthal, Zelgli- und Weiherstrasse

Mitten in der seit über 20 Jahren verkehrsberuhigten Zone befindet sich der Kindergarten Zelgli. Nach Klagen durch die Anwohnerschaft, dass oft zu schnell gefahren wird, plant der Gemeinderat nun weitere flankierende Massnahmen. Insbesondere die Eingänge in die ehemalige Wohnzone sollen noch markanter gestaltet werden.



Uster, Zentrum

Die in den Jahren 2006-2007 baulich umgestaltete Flanierzone der Gerichtsstrasse erhielt im Juli 2009 das dazu passende Verkehrsregime der Begegnungszone. Die sich erübrigenden Signale innerhalb der Zone, wie Parkverbote, konnten demontiert werden, was den Raum noch weniger autoverkehrsbetont erscheinen lässt. Die bestehende Tempo-30-Zone im Zentrum von Uster blieb unverändert.



Wald BE, Schulanlage


Wallisellen, Alpenstrasse

Der Walliseller Gemeinderat musste im Dezember 2006 zwei Petitionen mit gegenteiligem Inhalt entgegennehmen. Eine Petition des Elternrates der Schuleinheit West forderte die Sperrung der Alpenstrasse, um die Sicherheit für die Kinder auf und um den Pausenplatz zu erhöhen. Die Alpenstrasse trennt das gleichnamige Schulhaus und den Kindergarten räumlich. Die Sperrung sollte im Abschnitt zwischen Reservoirstrasse bis Turnhallenstrasse erfolgen. Eine zweite Petition wollte genau diese Sperrung verhindern. Vor allem Anwohner der Erikastrasse wollten den heutigen Zustand beibehalten. Bis anhin dürfen Autofahrer die Alpenstrasse normal befahren. Die Petitionäre befürchteten eine Mehrbelastung ihrer schmalen Strasse, wenn die Alpenstrasse gesperrt worden wäre. «Bei der Bearbeitung des Geschäfts wurde relativ schnell klar, dass eine komplette Sperrung der Alpenstrasse verkehrstechnisch und politisch nicht opportun ist», schreibt der Gemeinderat in seinem Verhandlungsbericht. Trotzdem müsse die Sicherheit der Kinder verbessert werden. Nach Anhörung der Schulpflege hatte in der Folge die Sicherheitsabteilung dem Gemeinderat die Errichtung einer Begegnungszone beantragt. Eine solche ist in der Walliseller Geschichte bisher einmalig.



Weinfelden, Thomas Bornhauserstrasse

Die Gemeinde Weinfelden, mit ihren historisch bedeutungsvollen Ortsbereichen, hat mit dem Teilrichtplan «Zirkulationsanordnung Zentrum, Parkieren» die Grundlage zur Verkehrsberuhigung des Ortskerns geschaffen. Strassentechnische Vorkehrungen und/oder Geschwindigkeitsbegrenzungen auf Teilstücken der Amriswilerstrasse, Pestalozzistrasse, Frauenfelderstrasse, Bankstrasse, Rathausstrasse, teilweise Schmidstrasse und der Thomas Bornhauserstrasse sollen hier das Tempo drosseln. Eine Einbahnregelung wurde teilweise eingeführt. Wichtig war dabei die Auflage den Durchgangsverkehr im Zentrum zu reduzieren, ohne dabei den Zielverkehr wesentlich zu vermindern. Mit der Neugestaltung konnte das Zentrum merkbar aufgewertet und belebt werden. Die flächenhafte Behandlung des Strassenraumes führt zu einem Miteinander der VerkehrsteilnehmerInnen und angemessenen Geschwindigkeiten des motorisierten Verkehrs. Eine Begegnungszone ist jedoch nur auf einem rund 100m langen Abschnitt der Thomas Bornhauserstrasse signalisiert.



Wil, Stadtweier

Der Wiler Stadtweier und dessen Umfeld ist für Jung und Alt ein gern besuchtes Bijou unter freiem Himmel, wenige Gehminuten von der Altstadt entfernt. Vor dem Wert dieses Naherholungsgebiets wurde beschlossen, dessen Attraktivität durch den Ausbau der Weierstrasse und des Krebsbachwegs sowie durch eine Neugestaltung des Stadtweierufers zu steigern. Damit soll explizit eine Kultur des Langsam- und Mischverkehrs gefördert werden. Trotz geringen Unfallzahlen kam man zum Schluss, dass die bis anhin erlaubten Tempolimiten von 50 km/h auf dem Krebsbachweg und der Weierstrasse nicht der Nutzung dieser Strassen angepasst waren – da diese primär als Schul- und Arbeitsweg sowie zur Erholung genutzt werden und somit schon vor der Einführung der Begegnungszone wesentlich vom Langsamverkehr geprägt waren. Weiter wollte man das Problem autofahrender Drogendealer in der bis anhin ungenügend beleuchteten Gebiet angehen. Mit der Errichtung einer Begegnungszone wurde das Ziel verfolgt, durch möglichst wenig und langsamen Verkehr die Attraktivität des Gebiets und die Erlebnisqualität für Besucher zu erhöhen und die Verkehrssicherheit in der Naherholungszone zu verbessern. Neben der neuen Signalisierung als Begegnungszone wurden folgende Massnahmen getätigt: – Strassenverengung beim Zoneneingang – Beidseitige Baumbepflanzungen – Horizontale Versätze – Ruhebänke – Bessere Beleuchtung – Umgestaltung des Stadtweierufers



Windisch, Campus

Das Campus Gelände der Fachhochschule Nordwestschweiz in Windisch wurden neugestaltet und gestaltete Begegnungszone konzipiert. Durch die Begegnungszone fahren auch mehrere Buslinien.



Winterthur, Erlenstrasse

Der Stadt Winterthur ist es ein Anliegen, eine attraktive und lebenswerte Wohn- und Arbeitsstadt zu sein. Tempozonen auf Quartierstrassen bieten allen Anwohnern mehr Ruhe und Sicherheit und damit ein angenehmeres Leben. Unter dem Motto „Lebendige Wohnquartiere dank verkehrsberuhigter Zonen“ hat das Amt für Städtebau der Stadt Winterthur im Jahr 2012 ein Verfahren geschaffen, mit dem Anwohnerinnen und Anwohner für Quartierstrassen eine Tempozone (Begegnungszone oder Tempo-30-Zone) verlangen können. Dank der Initiative der Anwohnerinnen und Anwohner können Tempozonen zuerst dort eingerichtet werden, wo sie starken Rückhalt in der Bevölkerung geniessen. Mehr Informationen auf der Homepage der Stadt Winterthur.



Winterthur, Weberstrasse

Die ehemaligen Wohnstrassen befinden sich an der Weberstrasse (von Tösstalstrasse bis Unterer Deutweg) und am Grabenacker (von Stadlerstrasse bis Geissacker). Sie wurden vor ca. 20 Jahren eingerichtet, blieben in Winterthur aber die einzigen ihrer Art. Die Weberstrasse (von Tösstalstrasse bis Unterer Deutweg) wurde 1982 mit Bewilligung des Bundes als «Wohnstrasse» signalisiert. Aufgrund der neuen Bestimmungen erfolgte 2002 die Umsignalisation zur «Begegnungszone». Der Stadt Winterthur ist es ein Anliegen, eine attraktive und lebenswerte Wohn- und Arbeitsstadt zu sein. Tempozonen auf Quartierstrassen bieten allen Anwohnern mehr Ruhe und Sicherheit und damit ein angenehmeres Leben. Unter dem Motto „Lebendige Wohnquartiere dank verkehrsberuhigter Zonen“ hat das Amt für Städtebau der Stadt Winterthur im Jahr 2012 ein Verfahren geschaffen, mit dem Anwohnerinnen und Anwohner für Quartierstrassen eine Tempozone (Begegnungszone oder Tempo-30-Zone) verlangen können. Dank der Initiative der Anwohnerinnen und Anwohner können Tempozonen zuerst dort eingerichtet werden, wo sie starken Rückhalt in der Bevölkerung geniessen. Mehr Informationen auf der Homepage der Stadt Winterthur.



Zürich, Huttenstrasse