Recht

Verkehrsregeln

Die Regeln, die in der Begegnungszone gelten, sind in der Signalisationsverordnung Signalisationsverordnung Art. 22b festgehalten:

1 Das Signal "Begegnungszone" (2.59.5) kennzeichnet Strassen in Wohn- oder Geschäftsbereichen, auf denen die Fussgänger die ganze Verkehrsfläche benützen dürfen. Sie sind gegenüber den Fahrzeugführern vortrittsberechtigt, dürfen jedoch die Fahrzeuge nicht unnötig behindern.
2 Die Höchstgeschwindigkeit beträgt 20 km/h.
3 Das Parkieren ist nur an den durch Signale oder Markierungen gekennzeichneten Stellen erlaubt. Für das Abstellen von Fahrrädern gelten die allgemeinen Vorschriften über das Parkieren.

Wie auf allen Strassen, wo nichts anderes ausgeschildert ist, gilt Rechtsfahren (SVG Art. 34VRV Art. 7) und Rechtsvortritt (SVG Art. 36). Wo ein Trottoir in einer Begegnungszone vorhanden ist, bleibt es den Fussgängern vorbehalten (SVG Art. 43).

Zusammengefasst gelten folgende Regeln:

  • Fussgängervortritt
  • Höchstgeschwindigkeit 20 km/h
  • Parkverbot ausserhalb markierter Felder

Spielen im Strassenraum

In der Schweiz ist das Spielen im Strassenraum nicht an eine definierte Signalisierung gebunden. Es ist gemäss Art. 46 VRV auf allen verkehrsarmen Nebenstrassen erlaubt:

2bis Für Tätigkeiten, namentlich Spiele, die auf einer begrenzten Fläche stattfinden, darf die für die Fussgänger bestimmte Verkehrsfläche und auf verkehrsarmen Nebenstrassen (z. B. in Wohnquartieren) der gesamte Bereich der Fahrbahn benützt werden, sofern die übrigen Verkehrsteilnehmer dadurch weder behindert noch gefährdet werden.

Einführungsbestimmungen

Begegnungszonen sind in der Schweiz gemäss SSV Art. 2a nur auf Nebenstrassen zulässig. Nebenstrassen sind alle Strassen, die nicht im Anhang 2 der Durchgangsstrassenverordnung genannt sind. Das Erscheinungsbild der Nebenstrasse soll innerhalb der Begegnungszone von möglichst gleichartigem Charakter sein. Um eine Begegnungszone einzuführen, ist ein Gutachten notwendig, das darlegt, warum die Geschwindigkeit im betreffenden Bereich kleiner als 50 km/h sein soll. Details regelt die eidgenössische Verordnung vom 28. September 2001 über die Tempo-30-Zonen und die Begegnungszonen.